Ich freue mich, wenn es regnet …

… denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.

Es gibt unendlich viele Gründe, schlechte Laune zu haben: Das Wetter, der eigene Kontostand, der böse Nachbar, die nicht enden wollenden Corona-Einschränkungen, der nervige Job ….

ABER: die schlechte Laune macht diese Dinge auch nicht besser, ganz im Gegenteil.

Deshalb halten wir für Euch heute ein Plädoyer für die Hoffnung und eine gute Grundstimmung.

Wichtige Anmerkung:
Selbstverständlich gibt es Lebensumstände, auf die der folgende Text nicht zutrifft. Schwere Krankheiten, Not, der Verlust von Angehörigen oder andere persönliche Situationen können dazu führen, dass der folgende Text unangemessen wirkt. Solche Umstände sind mit dem folgenden Text ausdrücklich NICHT gemeint.

Der folgende Text ist die persönliche Meinung des Autors und lediglich als Denkanstoß gemeint.

Jeder kennt diese Menschen: egal was passiert, sie lächeln, haben gute Laune und sehen in jeder beschissenen Situation auch noch das Positive. Wie machen die das?

Zunächst einmal: auch diese Menschen sind mal traurig, verzweifelt oder schlecht gelaunt. Aber viel seltener. Und wenn, dann eher still. Sie tragen ihre Sorgen nicht zu Markte. Und das ist ein guter Anfang: denn je mehr man über große und kleine Missstände spricht, desto größer und mächtiger erscheinen sie. Deshalb

Tipp 1:
Sprich nicht dauernd darüber, was gerade nicht gut läuft oder Dich stört. Besprich Deine Sorgen regelmäßig (aber nicht jeden Tag) mit wenigen, engen Vertrauten.

Ist es nicht total schön und angenehm, wenn man mit einem Lächeln durchs Leben geht?! Wir alle lieben dieses Gefühl. Die gute Nachricht ist: Gute Laune kann man sich selbst verordnen.

Die meisten von uns achten darauf, dass wir uns morgens die Zähne putzen, etwas ordentliches anziehen, das Bett gemacht ist und ab und zu räumen wir sogar die Wohnung auf. Macht uns das Spaß? Nö! Und trotzdem machen wir es – weil es ja sein muss. Wir sind mehr oder weniger diszipliniert.

Wie wäre es, wenn wir auch mit unserer Stimmung ein wenig diszipliniert sind? Auch wenn es manchmal schwerfällt: lass uns beschliessen, dass wir gute Laune haben und machen es dann einfach. So wie wir die Spülmaschine ausräumen, obwohl wir dazu gerade gar keine Lust haben.

Tipp 2:
Gehirnforscher haben herausgefunden, wie man sein Gehirn bei schlechter Laune überlisten kann: durch Grinsen bzw. bewusstes Lächeln. Such Dir für 90sek. einen Ort, an dem Dich niemand sehen kann und grinse. So richtig breit, über das ganze Gesicht. Die Muskeln, die Du dafür brauchst, senden dem (schlechtgelaunten) Gehirn die Botschaft: „ich freue mich“ und überlisten es dadurch. Probier es aus, nach mind. 90sek grinsen wird sich Deine Stimmung langsam verbessern. Wirklich!

Ob Zeitung, Fernsehen oder online: die Nachrichten sind voll von Problemen, Skandalen oder sogar Katastrophen. Klar – schlechte Nachrichten und Aufreger erhöhen die Auflage und verkaufen sich besser. Aber das musst Du nicht mitmachen. Niemand zwingt Dich, jede Nachrichtensendung zu schauen oder jeden Artikel zu lesen.

Dasselbe gilt auch für die sozialen Medien. Du musst nicht jeden geteilten Link lesen oder kommentieren, Du musst auch nicht alle Kommentare lesen. Es tut gut, Nachrichten auf das Wichtigste zu reduzieren und nicht jede Diskussion mitzumachen.

Dadurch sparst Du sogar Zeit. Diese Zeit könntest Du nutzen für Dinge, die wirklich gute Laune machen und Hoffnung geben.

Und ganz ehrlich: durch die Corona-Einschränkungen haben wir doch gerade viel Zeit, oder?!:

  • Raus in die Natur

Spaziergänge in der Natur mit einem wachen Blick. Schau dir die Entwicklung an. Achte auf Tiere und Pflanzen – jeden Tag die gleichen. Dann wirst du die Veränderung oder auch die Beständigkeit wahrnehmen. Zudem steigert Zeit an der frischen Luft das Wohlbefinden. Vielleicht triffst du sogar ein paar nette fremde Personen, mit denen du auch auf Abstand in ein spannendes Gespräch kommst.

  • Eine aufmerksamere Gesellschaft

Soll ich meinen alten Nachbarn etwas vom Markt mitbringen? Fege ich für meine Nachbarn den Bürgersteig mit? Geht es meinen Freunden gerade gut? Was macht eigentlich meine Oma so ganz allein? Sollte ich ihr ein Paket zur Freude senden? Viele beantworten diese Fragen jetzt ohne Zucken und gehen aufmerksamer mit der Freundschaft, Familie und Nachbarschaft um. Nutze auch Du die Zeit, anderen etwas Gutes zu tun. Damit tust Du Dir selbst ebenso etwas Gutes.

  • Kreative Stunden genießen

Wir haben wieder die Zeit einem Hobby nachzugehen – Malen, Basteln, Handwerkeln, Gesellschaftsspiele, Garten, Tiere, Fahrzeuge, Kochen, Backen… was auch immer. Die Menschen werden wieder kreativ.

  • Dinge erledigen

Es macht nachweislich zufrieden, wenn Du Dinge erledigst.
was wolltest Du schon lange mal machen? Welche Projekte warten darauf, endlich umgesetzt zu werden? Schreibe sie auf eine Liste und fang an. Einfach machen. Du wirst sehen, wie gut es tut, Dinge auf der Liste abzuhaken.

Vielen Menschen fehlt in dieser Zeit die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass die Einschränkungen bald vorbei sind, die Hoffnung, dass alles so wird „wie früher“, die Hoffnung auf …. Ja, worauf eigentlich?

Es gibt Grund zur Hoffnung – jeden Tag! Die Hoffnung kann ganz konkret sein oder auch allgemein und ohne konkretes Thema.

Es geht immer weiter, egal was passiert. Wir Menschen haben in der Geschichte schon soviele Dinge gemeistert. Zwei schlimme Kriege, die Pest, die spanische Grippe, Weltwirtschaftskrisen, Umweltkatastrophen. Das war alles schlimm, sehr schlimm sogar!

Und trotzdem: irgendwann wurde es besser, war es überstanden und hat zu dem guten Leben geführt, welches wir kannten.

So wird es auch diesmal sein. Es dauert manchmal länger und man braucht Geduld. Aber eins ist sicher: nichts bleibt für immer, egal wie schlimm es gerade ist.

Schau mal: in Rekordzeit wurde ein wirksamer Impfstoff gegen Corona entwickelt. So etwas dauert normalerweise viele, viele Jahre. Wir haben es in knapp 1 Jahr geschafft. Ja – es dauert nun etwas länger als gedacht, bis wir alle geimpft sind. Aber das Schaffen wir auch noch, mit etwas Geduld und Zuversicht.

Viele alte Gewohnheiten sind durch den Lockdown und die Schutzmaßnahmen nicht mehr möglich. Wir alle vermissen es, ins Restaurant zu gehen, Freunde zu umarmen, Konzerte zu besuchen und vieles mehr. Jeder hat seine ganz persönlichen, lieb gewonnenen Dinge, die es plötzlich nicht mehr gibt.

Aber wie wäre es, wenn Du einfach neue Gewohnheiten entwickelst? Die alten haben ja irgendwann auch einmal angefangen, bevor sie selbstverständlich wurden. Also: mach was Neues, lass es zur Gewohnheit werden und freue Dich darüber, dass Du die Möglichkeit dazu hast. Zum Beispiel der regelmäßige Spaziergang in der Natur, kochen für und mit der Familie, das neue Hobby, das regelmäßige Telefonat mit dem besten Freund oder der Oma, Bücher lesen und vieles mehr.

Wir finden, die neuen Gewohnheiten sind mindestens ebenso schön wie die alten!


Was Du noch alles tun kannst, um Hoffnung und gute Laune zu bekommen:

  • Lies ein gutes Buch.
  • Treibe Sport, bewege Dich mehr als sonst.
  • Lerne eine neue Sprache, irgendeine.
  • Denk über ein Problem nach und löse es
  • Viel mit Freunden oder Familie telefonieren. Besser noch: Gespräche mit den Nachbarn über den Gartenzaun oder von Balkon zu Balkon.
  • Räume auf –> Ausmisten und Ordnung befriedigen den inneren Monk in Dir. Verschenke das, was du selbst nicht mehr brauchst und jemand anderes freut sich darüber.
  • Male etwas. Auch wenn Du nicht malen kannst – male etwas. Du musst es ja niemandem zeigen, wenn Du nicht willst.
  • Schreibe einen Brief oder eine Postkarte an jemandem, dem Du noch nie geschrieben hast (jeder freut sich darüber).
  • Führe Tagebuch (richte hier den Blick auf: Was war heute gut? Wie war meine Stimmung? Was hat es mit mir gemacht?).
  • Schütze Dich vor Energiefressern: Manche Dinge geben einem nichts. Dann lass sie bleiben.
  • Nimm dir bewusst Zeit nur für Dich (ein langer Spaziergang allein, ein Vollbad, ein Zimmer für dich).
  • Baue etwas selbst, was du sonst kaufen würdest.
  • Repariere etwas, statt es wegzuschmeißen.
  • Mach ein Lager-Feuer.
  • Geh dein Blut spenden.
  • Suche Zitate zu deinen Stimmungen, halte sie in deinem Tagebuch fest.
  • Freue dich bewusst über das Glück von anderen.

Zitate:

“Es ist die Hoffnung, die den schiffbrüchigen Matrosen mitten im Meer veranlasst, mit seinen Armen zu rudern, obwohl kein Land in Sicht ist.” (Ovid)

“Solange ich atme, hoffe ich.” (Marcus Tullius Cicero)

“Bist du weise, so mischst du das eine mit dem anderen und wirst weder hoffen ohne zu zweifeln, noch verzweifeln ohne zu hoffen.” (Seneca)

Autor: Björn Pamperin (die-platzbesetzer.de)

Pirat, Autor, Freigeist, Chaot, Monk, kreativer Kopf, Wildfang .... stimmt alles gar nicht und irgendwie doch. Was ich am wenigsten mag, sind Schubladen. Dafür mag ich um so mehr Freiheit, Neugierde, Sonne, das Meer, meine Prinzessin, meine Kinder, das Unbekannte und gutes Essen. Kommt mit auf unsere Reise. Hier wird es bunt und launig, manchmal schräg und launisch. In jedem Fall aber echt und ehrlich. w www.die-platzbesetzer.de und die wohnen hier ww.dashausmitdemblauenzaun.de

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